Baby got curves

Hmm, was soll ich sagen. Zyklustag 20, Tag 16 mit dem Ava-Armband. Meine Kurve wirkt wenig bilderbuchig. Wobei. Nee, stimmt eigentlich so auch nicht. Ich befinde mich in der Lutealphase, der zweiten Zyklushälfte. Hier soll die Temperatur höher sein als in der ersten, der Follikelphase. Auch der Ruhepuls und die Atemfrequenz sollen jetzt, im Vergleich zum Anfang des Zyklus, erhöht sein. Kiek’n wa ma rin da:

Ava Zylkluskurve #1
erster Zyklus mit dem Ava-Armband – 11. ÜZ

Ja ok, doch. Sieht eigentlich ganz gut aus.
Temperatur macht halt nicht so mit. Aber ist auch der erste Zyklus mit dem Armand, eigentlich braucht es etwa drei, um zuverlässige Angaben zu machen.

Theoretisch könnte ich in ein paar Tagen schon testen. Also ganz theoretisch könnte ich in 4 Tagen „anfangen“. Aber da ich nur noch einen Frühtest und einen normalen da hab, muss ich die Zeitpunkte weise wählen. Haha. Als ob das was am Ergebnis ändern würde. Hahaha. Nee wat wär dat schön.

Ansonsten muss ich sagen, geht’s mir immer noch sehr gut. Ich fühle mich fit, kann mich konzentrieren, bin kreativ, motiviert und positiv. So kann es bleiben.

Eigentlich verrückt, dass es mir nach zehn „Fehlversuchen“ besser geht, als nach vier oder fünf. Gewöhnt man sich ans „Versagen“? Blödes Wort dafür, aber eben ans…ehm….ah: gewöhnt man sich ans „Hoffen“?. Ans „Kämpfen“? Ans „Nicht aufgeben“?

Wahrscheinlich irgendwie schon.

Aber real talk: mir verpassen willkürliche pregnancy announcements schon trotzdem jedes mal einen kleinen Stich, aber ich versuche, dass diese Stiche keine großen Risse werden. Bisher klappt’s gut.
Vielleicht liegt das daran, dass es diesen Monat endlich klappt. Haha.

PUPO: „Pregnant until proven otherwise“. Hahahaha. Quasi.

Zwar glaube ich nicht ans „Schicksal“, denke aber durchaus, dass man seine Zukunft unterbewusst lenken, bzw. in eine Richtung steuern kann.

Ich hab mich da mit Su länger drüber unterhalten, als wir vor zwei Tagen einen Hundeausflug in den Berliner Nordosten gemacht haben. Richtig schön war’s da.

Wir haben drüber gesprochen, ob man sein, nennen wir es mal „Schicksal“, selbst bestimmen kann. Beide sind wir zu dem Entschluss gekommen: Ja, irgendwie kann man es doch zumindest beeinflussen.

Wenn Du ständig nur daran denkst, was Du NICHT willst, denkst Du eben nur daran. DU lieferst Deinem Hirn diese Bilder und es versucht im Gegenzug, dass diese Bilder wahr werden ,dass Du diesen Bildern näher kommst. Also mal ganz plump gesagt.
Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass alles klappt, wenn man es sich nur oft genug vorstellt.
Ich kann nicht nächsten Monat einen Handstand, wenn ich es mir nur jeden Tag vorstelle. Aber WENN ich es mir jeden Tag vor Augen führe, wie ich einen Handstand mache, dann werde ich wahrscheinlich eher Übungen machen, die mich auf einen Handstand vorbereiten. Die mir helfen, irgendwann ganz lässig kopfüber laufen zu können. Ich werde meine Körperspannung trainieren, meine Schultern mehr in den Fokus nehmen, meine Handgelenke stärken. Das sind andere Übungen als die, die ich machen müsste, um einen Spagat zu können.

Wie gesagt, das heißt nicht, dass man sich etwas nur dolle genug wünschen muss, dann klappt es schon. Man muss auch etwas dafür tun. Manchmal braucht man auch zusätzlich noch etwas Glück.
Es heißt auch nicht, dass alle die, die etwas partout nicht wollen, es zwangsläufig bekommen, weil sie permanent daran denken.

Aber man füttert sein Hirn mit Bildern. Mit diesen Bildern arbeitet es dann. Das ist wie der Algorithmus im Smartphone. Mir wird eben das angezeigt, was ich ständig bei Google suche. Was ich ständig durchlese. Was ich ständig kaufe. Immer wieder das Gleiche. Mir wird vielleicht keine Werbung für Alkohol angezeigt. Sicher aber für Nahrungsergänzungsmittel.

Deswegen stelle ich mir jetzt permanten vor, dass ich diesen Monat schwanger bin und im Sommer 2021 mein Kind lebendig und gesund zur Welt bringe.
Mit dieser Vorstellung versuche ich, dass mein Hirn die Hormonorgel demenstprechend spielt. Dass mein Hirn die gesprungene Eizelle zur Sirene macht, die zumindest eins der vorbeischwimmenden Spermien mit ihrem Gesang betört und auf ihre Insel holt.

Hahaha. Herrlich. Wäre ein schöner Comic.

Ich war außerdem nochmal bei A. Und ich durfte ihren kleinen Sohn auf den Arm nehmen. Ihre Tochter hat so fest geschlafen, deshalb konnte ich sie nicht halten.
Es war ein schönes Gefühl. Viereinhalb Kilo können auf Dauer aber auch schwer werden. Haha.
Aber mal im ernst: es war ganz bezaubernd. Die beiden sind einfach so süß, da wird einem ganz warm ums Herz.
Mir ist dabei natürlich nochmal aufgefallen, wie sehr ich es mir wünsche, mein eigenens Kind auf den Arm zu nehmen.

Ich habe meinem Hirn quasi ein volle Dosis Zukunftsmusik verpasst. „Hier! Das meine ich! Capito?! So will ich das!“

Wir sehen mal, ob mein Hirn meine Sprache(n) spricht, meine Comics lesen kann.

tbc, liebe Gemeinde….tbc.




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