Hmmmmm

Wie fange ich an? Mit welchem „Hmm..“?

Hmm….Wohlbefinden

Mir geht es soweit gut. Auch, wenn ich in Arbeit fast ertrinke, geht es mir gut. Vielleicht, weil selbige mich von den beiden anderen Hmms ablenken.

Na denn. Nehmen Sie eine gemütliche Leseposition ein, es wird wieder etwas länger und komplizierter.

Hmmm…..Zyklus

Joa. Gestern hat „Übungszyklus“ Nummer 16 begonnen. Übungszyklus. Ich kann das Wort schon gar nicht mehr hören.
Ich benutze es jetzt auch nicht mehr. Wir versuchen es also seit der kleinen Geburt unserer Tochter nun zum 16. Mal. Das heißt, es liegen 15 Monate wellenartige Freude, Hoffnung, Spannung, Verzweiflung und Enttäuschung hinter uns oder zumindest hinter mir. Aber ich kann S da nicht rausnehmen. Er macht das ja auch mit. Ich mag es allerdings, wenn Zyklustag 1 auch auf den ersten eines Monats fällt. Das war im Januar so und jetzt im April wieder. Haha. Soooothing.

An sich geht es mir aber gut diesmal. Ich hatte nicht sonderlich dolle Schmerzen, nur ganz minimal Schmierblutungen direkt vor Eintritt der Blutung, was mich auch beruhigt, da es für eine gute Hormonbalance spricht, zumindest augenscheinlich. Ich hab doch tatsächlich auf Nachfrage bei einer lieben Insta-Bekanntschaft gesagt: „naja, dann klappt’s halt das nächste Mal.“
Komisch, wa.
Wenn es so bleiben könnte, das fände ich super. Also so vom Enttäuschungsgrad her. Allerdings bereite ich S schon die ganze Zeit in Nebensätzen darauf vor, dass wir uns demnächst doch noch mal über die Option künstliche, nein, assistierte Befruchtung, unterhalten müssen.
Tatsächlich fühlt es sich hier und jetzt und heute so an, als ob ich es doch probieren will. Am liebsten sogar diesen Monat einen Termin vereinbaren, so dass wir im Mai starten können. Aber abwarten. Ich zähle mal, wie oft dieses Wort insgesamt auf meinem Blog vorkommt. Haha.

Hmmmm… Diabetologe

Auf der Suche nach einer neuen diabetologischen Betreuung, habe ich eine Email an einen Diabetologen geschrieben, dessen Homepage ich irgendwie ansprechend fand.
Ich schicke ihm also einen Roman über meine Werte, meinen Lifestyle, die Einschätzung der Diabetologin, dass ich nicht mehr so zufrienden bin, mich nicht ernstgenommen fühle, einen Kinderwunsch habe, bereits einen Spät- und zwei Frühaborte hatte.

Und was soll ich sagen.

Er ruft mich an. Ich kann es ja kaum fassen. Ich bin total begeistert. Er geht mir mir meine Email durch und sagt: „Wissen Sie, ich geben Ihnen gerne einen Termin, wenn SIe eine zweite Meinung möchten. Das machen wir gerne. Wir können natürlich auch versuchen, mit einem schnellwirkenden Insulin zu arbeiten, damit Ihre Werte am Abend besser werden. Ich muss Ihnen aber sagen, dass ich das Rad nicht neu erfinden kann. Laut Ihren Schilderungen machen Sie schon alles richtig. Da geht nicht mehr. Und was ich Ihnen auch sagen kann: Ihre Werte sind nicht der Grund für die Schwierigkeiten bei den Schwangerschaften. Auf keinen Fall. Dafür sind sie wirklich nicht schlecht genug .Kommen Sie gerne vorbei, wir schauen uns alles an, Ende April habe ich noch einen Termin frei. Aber ich kann Ihnen leider keine wirklich neue Erkenntnis bieten, da bin ich mir recht sicher.“

Wow. Krass. Der ist ja toll. Natürlich nehm ich den Termin! Der ist einen Tag vor meinem Termin bei meiner Diabetologin. Haha. Wie lustig.
Der hab ich übrigens auch einen Email geschickt, weil ich den MRT-Befund ja bekommen habe. Bisher kam keine Antwort.

Aber dieser Diabetologe. JACKPOT!

Hmmmmm…. MRT Befund

Ach ja richtig! Der MRT Befund.
Zunächst mal möchte ich anmerken, dass mein Bruder mich angerufen hat, um sich nach dem Befund zu erkundingen. Kein Witz. Es ist so schön. Ich hab mcih so darüber gefreut. Wir haben ein unfassbar enges Verhältnis, seit seiner Diabetes-Diagnose. Es scheint ihm so einen Arschtritt gegeben zu haben. Das find ich unglaublich. So Hobbypsychologinnenmäßig würde ich behaupten, er hat jetzt endlich Erfolgserlebnisse. Direkt. Er sieht, wenn er das und das macht, dann wird das und das gut und dann bekommt er von allen Seiten Staunen und Begeisterung. Ich weiß nicht, ob er das so schonmal hatte. Bei der Geburt seines Sohnes auf jeden Fall. und sicher, mit jedem Mal, wo jemand seinen Sohn toll findet, ist es bestimmt auch eine kleine Bestätigung 🙂 . Zu Recht.
Wie dem auch sei, ich freue mich mega über unseren Kontakt und das krasse: er braucht kein Insulin mehr! Er hat mit einem Langzeitwert von 14 ,einem Blutzucker von 500 angefangen!!! Das ist echt hoch und echt schlecht. Jetzt …. er hat stetig um die 100 – 140, vielleicht mal 170. Der Langzeitwert wird erst im April wieder bestimmt. So krass! Nur durch Ernährung. Er gönnt sich aber auch keine Ausnahmen, sagt er. Keine Süßigkeiten, keine Limos oder sowas. Nix. RESPEKT! Toller Typ. Ich bin soooooo begeistert von ihm. Und wie auch schon erwähnt, seine Frau ist eine große Unterstützung. Die machen das beide so richtig richtig richtig gut. Beide haben unfassbar viel abgenommen und bewegen sich mehr und essen gesund. Herrlich. Das ist so eine Erleichterung.

Ok. Nun zum MRT Befund. Aaaaalso.
Das Gewebe um meine Bauchspeicheldrüse herum ist unaffällig. Das ist schonmal gut. Sie ist auch nicht vergrößert oder hat sonst irgendetwas. Der Bauchdeckenbruch ist da, aber so minimal, dass kein Eingriff nötig ist. Puh. Das find ich auch super. Keine OP. Dankeeee.
„Das Einzige, was den Ärzten aufgefallen ist, und das deckt sich ja mit meinem Eindruck vom Ultraschall, ihre Milz ist vergrößert und die Leber ist schon deutlich vernarbt. So dass man von einer beginnenden Zirrhose ausgehen muss.“ Mir bleibt erstmal die Spucke weg, als der Arzt mir das am Telefon sagte. Er redet weiter. „Wissen Sie, nun hab ich Sie ja gesehen. Sie sind schlank, sportlich und so wie sie sagen, trinken Sie keinen Alkohol. Das passt also alles nicht so richtig zusammen. Wir müssen mal schauen, ob wir die Ursache finden. Deshalb kommen Sie nochmal zur Blutabnahme, wir testen auf verschiedene Speicherkrankheiten und prüfen die Leberwerte nochmal.“

Bums. Ja ok.

Leberzirrhose. So eine Kacke. Was das ist? Tja….also kurz gesagt ist es so:

Die Leber ist ja unser Entgiftungsorgan. Wenn wir also z.B. zu viele Medikamente, Alkohol, Drogen zu uns nehmen, dann hat sie sooo viel zu tun, dass sie das nicht mehr alles hinbekommt. Sie ist überlastet und geht langsam kaputt. Das passiert in mehrere Stadien:

  1. Die Fettleber.
    Hier gibt es zwei Formen. Die alkoholische Fettleber (AFL) und die nichtalkoholische Fettlerber (NAFL)
    1. erstere wird, wie der Name vermuten lässt, duch Alkoholmißbrauch verursacht. Dafür habe ich persönlich einfach nicht lange genug stark getrunken. Das fällt also trotz meiner Suffi-Zeit aus.
    2. letztere, die NAFL, ist bei mir wohl der Fall. Sie wird duch falsche oder mangelhafte Ernährung begünstigt. Wie mir auf der Hunderunde eingefallen ist, wurde eine Fettleber bei mir bereits 2003 / 2004 erkannt. Da war ich das erste Mal stationär wegen Magersucht. Ich hatte meine knapp 45 kg. Einen BMI von 14,2 ! VIERZEHNKOMMAZWEI! Das ist nix. Die Klinik musste im Vorfelt besprechen, ob sie mich überhaupt aufnehmen oder ob ich direkt auf eine Intensivstation mit künstlicher Ernärung muss.
      Sie haben mich genommen und haben da bereits die Fettleber diagnostiziert und gesagt, dass das bei Magersüchtigen ganz normal sei.
      WHAT? Ich weiß noch, dass ich schockiert war. Da hab ich mehrere Jahre so hart daran gearbeitet, jeglichen Krümel Fett an und von meinem Körper zu verbannen. Und dann das. Eine FETTleber. Dieses böse F Wort.

      Ich recherchiere, warum es bei Magersüchtigen normal ist.
      Bei strengem Fasten, bzw. Magersucht, ‚fehlen dem Körper die Aminosäuren, die er für den Aufbau von Eiweiß benötigt. Darunter fallen auch die für den Fettabbau nötigen Enzyme und Transporteiweiße. Fehlen diese, werden die Fette in der Leber eingelagert.‘

      So ein Mist. Diese dämliche Essstörung. Ich hasse die. Arrrrgh. Die hat alles kaputt gemacht.
  2. Die Leberfibrose.
    Wird die Fettleber nicht behandelt oder ist die Leber durch andere Ursachen geschädigt, fängt das Lebergewebe an sich umzubauen. Das Gewebe, was bei der Leber quasi die Entgiftungsfunktion hat, vernarbt und wird sozusagen zu Bindegewebe. Dann kann die Leber nicht mehr richtig arbeiten, Das führt dann auf lange Dauert, über mehrere Jahre, zum dritten Stadium.
  3. Die Leberzirrhose.
    Das ist der Fall, wenn der Großteil des normalen Lebergewebes durch Bindegewebe ersetzt wurde. Dann kann die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr wahrnehmen und ihre Durchblutung wird schlechter. Ein Zirrhose ist nicht mehr umkehrbar, sie kann aber stark verlangsamt werden, wenn sie früh genug erkannt wird.

Ich scheine mcih zwischen Stadium 2 und 3 zu befinden.
Hätte mir jemand 2003 schon gesagt, was ich anders machen muss, dann wäre es vielleicht nicht so weit gekommen. Vor zwei Jahren, als auch mein Diabetes festgestellt wurde, waren meine Leberwerte auffällig erhöht. Also bin ich zum Spezialisten gegangen. Das Ultraschall zeigt da bereits eine vernarbte Leber. Mir wurde damals gesagt, dass könne ich nur durch absoluten Verzicht auf Kohlenhydrate retten. OK, so dramatisch wurde es nicht ausgedrückt. Aber „eine low-carb Diät ist sowohl für die Leber jetzt wichtig als auch für Ihren Diabetes gut.“ So die Aussage der Ärztin damals.

Ich habe es gemacht. 3 Wochen keinerlei Zucker oder Kohlenhydrate. Zumindest keine offensichtlichen. Die, die in stärkehaltigem Gemüse drin sind, zähle ich nicht mit.
Aber ABSOULUTEN Verzicht auf
Süßigkeiten, Alkohol, Obst, Brot, Pasta, Kartoffen, Reis etc. pp.

NICHTS mit offensichtlichen Kohlenhydraten.

Das Ergebnis? Meine Leberwerte sind seit dem absolut normal, ich wurde währenddessen mit unserer Tochter schwanger. Ob der Spätabort mit der Leber zusammenhängt, versuche ich gerade zu recherchieren.

Wer da was weiß, kann sich gerne melden.

Ach ja. Was noch diagnostiziert wurde:

Splenomegalie.
Das ist die Vergößerung der Milz über ihr normales Maß hinaus. Das kann damit zusammenhängen, dass sie der Leber Arbeit abnehmen muss, weil die ja nicht mehr so richtig funktioniert. Es kann auch 1000 andere Ursachen haben, aber das liegt ja irgendwie nahe.

Prominente Vena Portea.
Klingt irgendwie wie ein Wein. Vena Portea ist allerdings die Pfortader. Es gibt zwei, hier ist die der Leber gemeint. Sie sammelt das venöse, sauerstoffarme Blut aus den Verdauungsorganen und bringt es zu Leber.

Was ich direkt gelesen habe: Schwanger bei Leberzirrhose? Bisher habe ich nur einen Artikel gefunden, wo es heißt, dass eine Schwangerschaft eher unwahrscheinlich ist, weil die betroffenen Patientinnen meist keine Blutung haben. Außerdem seien die Komplikationen schwerwiegend.

Ich hab noch meine Blutung. Ich habe noch keine Zirrhose und ich werde ALLES dafür tun, dass es auch nicht dazu kommt.

Mein Fazit:
Ich muss jetzt bis zum 15.04.21 warten, bis der Blutbefund besprochen wird. Blöder Ferienzeit.
Ich werde weiterhin, und zwar für alle Zeit, keinen Alkohl trinken.
Ich habe mir in der Apotheke verschiedenen Präparate zur Unterstützung der Leberfunktion geholt.
Es kann Einbildung sein, aber ich fühle mich irgendwie fitter.
KEIN Zucker mehr. Kein Kinderriegel hier, kein Biss vom Kuchen da. Nix. Ich muss noch recherchieren, ob sich Zuckerersatzstoffe wie Erythrit oder Sucralose negativ auf die Leber auswirken.
Oh Gott ich hoffe nicht.

Ja. Es bleibt spannend. Ich bin ncoh recht ruhig. Keine Ahnung warum. Vielleicht doch etwas unter Schock?
Kann ich überhaupt ein gesundes, lebendiges Kind bekommen?
Lebe ich lange genug, um es aufwachsen zu sehen?
Darf ich überhaupt schwanger werden?

Tjaaaa…. man weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Ich muss abwarten.

Ein Kommentar zu „Hmmmmm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.