Endspurt – Kaisergeburt

So. Nun ist es amtlich. Die Geburt ist angemeldet. Ganz „offiziell“ im Krankenhaus. Wahnsinn. Jetzt wissen wir, wann wir unseren kleinen Babymann mit nach Hause nehmen dürfen und auch, WIE er zur Welt kommen darf.

Dass ich mich, dass wir uns, für die Bauchgeburt entschieden haben, ist ja bereits bekannt. Dass wir aber das Glück haben, eine Kaisergeburt machen zu dürfen, ist für uns auch eine neue Information und hat mir fast die Tränen in die Augen getrieben vor Freude.

Aber was ist eine Kaisergeburt?

Im Grunde handelt es sich bei der Kaisergeburt um einen ganz normalen Kaiserschnitt, der Eltern aber statt einer Operation ein Geburtserlebnis schenkt. Der Unterschied besteht darin, dass das Tuch, das die Mutter und die operierenden Ärzten trennt, für ein paar Minuten gesenkt wird, wenn Bauchdecke und Gebärmutter geöffnet sind. Das Licht wird gedimmt und der Arzt holt das Baby langsam aus dem Bauchraum. Erst kommt das Köpfchen zum Vorschein, dann die Schultern und der Körper, fast so, wie bei einer natürlichen Geburt. Mutter und Vater haben so den allerersten Blickkontakt mit ihrem Kind. Sie können direkt miterleben, wie es den ersten Schrei macht, sehen sofort, wie das Baby aussieht, wenn es aus dem Bauch kommt. Während das Tuch wieder gehoben wird und die Ärzte weiterarbeiten, liegt das Kind sofort auf der Brust der Mutter und der Vater kann sogar die Nabelschnur durchtrennen, wenn er möchte.

https://www.familie.de/schwangerschaft/kaisergeburt/

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Und ja, der Vater möchte 🙂

Ich freue mich so unfassbar auf diese Geburt. Natürlich kann es immer noch sein, dass unser Sohn sich vorher alleine auf den Weg macht, dann werden wir die vaginale Geburt probieren. Allerdings haben wir mit der Ärztin abgesprochen, dass wir nicht ALLES probieren, damit es vaginal klappt, sondern bereits ein bis zwei Schritte vor einer eigentlich notwendigen OP stoppen und alles für die von uns ganz selbst ausgesuchte Geburtsmethode vorbereiten, so dass wir uns auf eine schöne Geburt freuen können.
Mir ist auch klar, dass IMMER unvorhergesehene Dinge passieren können, dass man nie ganz ausschließen kann, dass es doch zur Not-OP unter Vollnarkose kommen kann, aber daran denken wir natürlich nicht primär.

Als wir das finale Planungsgespräch verlassen, sind wir beide mehr als zufrieden, ich sogar richtig euphorisch. Nach jedem Termin in „unserem“ Krankenhaus bin ich total platt und dankbar, wie empathisch und nett und einfühlsam die Schwestern und Ärztinnen sind.

Selbst das Gespräch mit dem Anästhesisten war toll und freundlich und so, dass ich mich weiterhin wohl fühlen kann. Obwohl er mir natürlich die ganzen Horror-Ausgänge eines solchen Eingriffs mitgeteilt hat…. Da ist dann auch von Querschnittslähmung bis Lähmung der Lungen und, bei einer Vollnarkose, die Möglichkeit, dass man nicht ganz vollständig narkotisiert ist (weil schwangere weniger Narkosemittel bekommen um dem Baby nicht zu schaden), alles dabei….aber er sagte auch, er habe in seiner Laufbahn in den letzten 8 Jahren noch keinen negativen Ausgang erlebt.

Weil ich weiterhin positiv bin und mich wirklich auf die Ankunft und unser erstes Treffen mit dem Knödelmann freuen will, hauen mich diese Infos nicht um und machen mir nur ganz mini-kurz Angst.

Aber wann ist es denn nu so weit?

Tjaaaaaaa. Alsooooo, sagen wir mal so. Es wird nicht bis Januar dauern. Wir werden im Dezember noch Eltern werden. Meine Güte….verrückt. Wir haben ja schon Dezember.

Wir haben uns dazu entschieden, das genaue Datum nur der Familie und wenigen Auserwählten zu erzählen. Fast so, wie bei einem nicht geplanten Ablauf eben.

Es ist wirklich unglaublich. Ayayayay.

Die Kliniktasche ist gepackt, Beistellbett, MaxiCosi, Stoffwindeln, alles vorbereitet.
Und ja, wir haben auch Backup-Wegwerfwindeln und bekommen garantiert noch mehr dazu.
Aber auch ja, ich möchte unbedingt mit Stoff wickeln und werde es probieren.
Und nein, ich brauche keine weiteren Kommentare, wie kompliziert das angeblich alles ist und wieviel mehr Arbeit und Stress das macht. Ich glaub es eh erst, wenn ich es selbst ausprobiert hab. Aber lieben Dank. 🙂

Lustigerweise und auch irgendwie schönerweise, hab ich zum Thema Stoffwindeln weitaus mehr Gegenwind als zum Kaiserschnitt bekommen. Haha.
Und auch lustig: niemand von denen, die mir die Stoffwindeln madig reden wollten hat es in den letzten Jahren selbst ausprobiert.
Also so ohne Auskochen und mit Überhosen und irgendeines der diversen neuen Systeme.
Und der Mehrverbrauch an Wasser ist auch nicht wirklich mit den 450 Jahren zu vergleichen, die eine Einwegwindel braucht, bis sie zerfallen ist. Aber glücklicherweise gibt es ja mittlerweile auch umweltfreundliche Einweg-Windeln, die für mich definitiv in Frage kommen würden.
Naja, egal. Wir probieren das und entweder es ist im Alltag voll integrierbar oder aber wir nutzen ÖkoEinweg- UND Stoffwindeln oder vielleicht sogar nur ÖkoEinweg. Wobei ich das wiiiiirklich nicht gerne möchte. So viel Müll.
Und das System (Einlagen mit Überhosen) für das ich mich nach wirklich wochenlanger intensiver Recherche entschieden habe, scheint mir tatsächlich super easy zu sein. Am Ende ist es alles gemäß dem Credo: trail and error.

Ich selbst benutze übrigens während meiner Periode auch Periodenunterwäsche und Tassen, hab aber immer BackupBinden zu Hause, für den Fall der Fälle. Tampons benutze ich gar nicht.


(Ich rümpfe auch nicht die Nase, wenn jemand die günstigen nicht-Öko-Einwegwindeln für sich als beste Wickelmethode ansieht. Das kann doch echt jede/r so machen, wie er oder sie will.)

Und was passiert jetzt noch so, bis zum Termin?

Alsooo: ich möchte noch gerne einen Gipsabdruck von meiner Plautze machen, hihi. Ich nehme wirklich alles mit….
Ein tolles Fotoshooting haben wir schon gemacht, ich hab noch ein paar artsy „Selfies“ gemacht und mache vielleicht noch ein paar mehr, einfach, um diese Zeit festzuhalten.

Ansonsten werden die Krankenhaustage vorbereitet, H muss ja untergebracht werden und ich bin mir manchmal einfach nicht sicher, was da am Besten ist. Soll sie die ganzen drei bis vier Tage zu B, meinem BFF, den sie seit ihrer Geburt kennt. Oder soll er sie nur zur Hunderunde abholen, wenn S bei mir im Krankenhaus ist?

Ach ja, apropos. Wegen Corona darf S nur EINE Stunde am Tag zu Besuch ins Krankenhaus. Wie unfair, wirklich. Aber Hauptsache, man darf weiterhin zur Arbeit in vollen Öffis und darf weiter zum dämlichen Fußball und Karneval feiern und auf Weihnachtsmärkte etc. pp. …..
Es sei allen gegönnt, ein wenig Normalität zu erleben, die war ja in den letzten knapp 2 Jahren wirklich rar. Aber wir sind beide sogar schon geboostert und trotzdem wird so gehandelt, als seien wir nicht geimpft. Er braucht jedes Mal einen negativen Test und darf sein Kind trotzdem nur eine Stunde am Tag sehen. Das ist einfach so mau. Und ich mache dem Krankenhaus KEINERLEI Vorfwürfe. Die müssen ja von allen am meisten sehen, wo sie, bzw. alle Patienten- und Innen bleiben.

Ich will das Fass nicht auf machen, aber mich nervt das Verhalten der Verantwortlichen in der (noch) Regierung einfach. Dass es jetzt wieder so ist wie letztes Jahr, obwohl es anders hätte sein können, wäre mehr auf die gehört worden, die sich WIRKLICH damit auskennen….aber das ist anscheinend auch einfach deutsch. Warum auf Virologen und Mediziner hören, wenn man auch selbst googlen kann. Egal. Das regt mich alles so auf, da will ich mich jetzt nicht mit beschäftigen. Wir sind geschützt, das ist gut und wichtig und die paar Tage im Krankenhaus bekommen wir auch hin. So lange er überhaupt kommen darf und vor allem bei der Geburt dabei sein darf, ist es ja ok.

Soweit erstmal ein kleines Update, mein Plan ist es, mich vor der Geburt noch einmal kurz zurückzumelden. Mal sehen, ob das klappt.

tbc ❤

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4 Kommentare zu „Endspurt – Kaisergeburt

  1. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für die Kaisergeburt und den Start ins Wochenbett.👪
    Das Ihr nicht zu dritt im KH bleiben könnt ist wirklich mies. Wir hatten im letzten Herbst so Glück und bekamen (sogar spontan nach verlegter Hausgeburt) ein Familienzimmer. Ich hoffe dass du dafür gute Unterstützung in der Wöchnerinnenstation haben wirst.
    Ich habe übrigens beim ersten Kind (2017) eine Zeit Stoffwindeln probiert, wir sind davon dann aber abgerückt. Beides hat halt Vor-und Nachteile…wenn ihr mit den Stoffwindeln gut zurecht kommt, ist das eine feine Sache 😊

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    1. Lieben Dank für deine tollen Worte 🙏🤗❤️ wir schauen Mal, wie genau das KH es mit der Stunde wirklich nimmt, vllt bleibt er ja aus Versehen länger 🤭🤭🤭

      Genau, Stoffwindeln werden auf jeden Fall probiert und dann entschieden, ob es geht oder nicht und freue mich schon, davon zu berichten 🤗

      Liebe Grüße und alles Gute Dir 🥰

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    1. Oh das ist schön, dass es auch so klingt 🤗 Das bin ich wirklich auch. Ich werde zunehmend nervöser, aber freue mich vor allem.

      Wie spannend das alles ist und wir werden es sicher bald wissen, ob wir einen doppelten bday feiern können 🤭🥰🍀♥️

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